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Von Gierke ist der Maler der Welt, wie sie sein kann, sein könnte. Sachlich, voller Dichtung und Wahrheit. Viele seiner Bilder berücksichtigen auch als Inszenierung Zitate aus der Kunstgeschichte. Henning von Gierke sagt, das Zitat, die Geschichte der Malerei, sei der „Bodensatz, der Humus“, auf dem sein eigenes Kunstwollen fußt. Die Mythen, die der Mensch für sich erdacht hat, um sich in der Welt zurecht zu finden, er selbst nennt sie „Menschengeschichten“, sind für ihn ein Hilfsmittel, um seine eigenen Geschichten zu erzählen.
Seine Bilder, Elegien gleich, erscheinen uns wie die zurechtgerückte Poesie des Augenblicks, da wir (Betrachter) ein Zimmer betreten, auf einen Ort oder eine Landschaft treffen, einem Menschen begegnen, zu schön um wahr zu sein. Dennoch haftet ihnen zugleich ein Gefühl von „Wirklichkeit“, besser noch von „Echtheit“ an: Eine Venus bleibt auch in dieser Rolle stets eine Frau aus Fleisch und Blut, begehrenswert, schön selbst mit Fehlern; ein Raum, ein Interieur, könnte sofort funktionieren, also begehbar sein.
Bilder zur Ausstellung

Tagtraum, Sitzende mit s/w Tuch, Öl auf Leinwand, 140 x 120 cm, 2008

Lotusteich II, Blick ins Wasser, Öl auf Leinwand, 160 x 120 cm, 2008

Blaue Stunde / Stufen, Öl auf Leinwand, 100 x 160 cm, 2008

Abendhimmel Mango, Öl auf Leinwand, 120 x 140 cm, 2008

Mythologische Szene, Danaeira und Herkules, Öl auf Leinwand, 120 x 100 cm, 2007

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