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Werk: Seuloeil (1991)
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120 x 80 cm
Siebdruck auf Kupferdruckpapier
Auflage: 75 Exemplare
handsigniert, nummeriert

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Info Siebdruck
Der Siebdruck wird auch als „Serigrafie“ bezeichnet. Siebdrucke werden vom Künstler selbst angefertigt oder in enger Zusammenarbeit zwischen einer Siebdruckerei und dem Künstler gedruckt. Es gibt nur wenige renommierte Siebdrucker in Deutschland (u.a. Hans-Peter Hass, Stuttgart). Beim Siebdruck wird die Druckfarbe mit einem wischerähnlichen Werkzeug, dem Gummirakel, durch ein feinmaschiges textiles Gewebe hindurch auf das zu bedruckende Material gedrückt (Durchdruckverfahren). Je Farbe wird i.d.R. ein Sieb verwendet. Manche Künstler arbeiten mit bis zu 40 Sieben und mehr (Mack). Üblicher sind zwischen 4 und 10 Siebe. An denjenigen Stellen des Gewebes (Siebes), wo dem Bildmotiv entsprechend keine Farbe gedruckt werden soll, sind die Maschenöffnungen des Gewebes durch eine Schablone farbundurchlässig gemacht worden. Seit dem Zweiten Weltkrieg wurde das Siebdruckverfahren in vielen Kunstrichtungen eingesetzt. Künstler wie Victor Vasarely, Roy Lichtenstein, Andy Warhol, Tom Wesselmann, Max Bill, Richard Paul Lohse aber auch Immendorff oder Mack brachten es hier zu einer wahren Meisterschaft.
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Otto Piene in seinem Atelier |
 Otto Piene: Vitae
1928 Geboren in Laasphe (Westfalen)
1949 – 1953 Studium der Malerei und Kunsterziehung an den Akademien für Kunst in München und Düsseldorf
1952 – 1957 Studium der Philosophie an der Universität zu Köln
1957 gemeinsam mit Heinz Mack Gründer der Gruppe Zero Info ZERO: ZERO wurde 1957 von Piene und Heinz Mack gegründet, 1961 stößt Günther Uecker dazu. Zahlreiche nationale und internationale Ausstellungen. ZERO endete 1966, letzte Ausstellung im Kunstmuseum Bonn mit Piene und Mack. Zitat ZERO: „Es scheint heute nicht übertrieben, Zero als die letzte Avantgarde unseres Jahrhunderts zu bezeichnen, wenn davon auszugehen ist, dass ein ‚Stoßtrupp’ als Künstlergemeinschaft antritt, die bis dato vorherrschenden Stile und Konzeptionen zu revolutionieren.“ Anette Kuhn, ZERO – Eine Europäische Avantgarde, in: ZERO aus Deutschland 1957 – 1966. Und heute. Katalog der großen Retrospektive, Hatje Cantz Verlag Ostfildern 2000, Seite 44.
1964 Gast-Professur an der University of Pennsylvania
1965 Übersiedelung nach New York
1972 – 1994 Professor vom MIT - Massachusetts Institute of Technology
19 Jahre lang Direktor des Center for Advanced Visual Studies (am MIT) Info MIT: Das MIT gilt als eine der weltweit führenden Universitäten im Bereich Forschung und Lehre.
1972 Künstlerische Gestaltung für die Eröffnungs- und Schlussfeiern der Olympischen Spiele München
Lebt und arbeitet auf seiner Farm in Groton (Massachusetts), am MIT und in Boston, seit 1966 ein Atelier in Düsseldorf.
 Auszeichnungen / Preise
2008 Großer Kulturpreis der Sparkassen Kulturstiftung, Rheinland Info Kulturpreis: zählt zu den höchstdatierten deutschen Kulturpreisen nur 1 Preisträger / Jahr; frühere Preisträger waren u.a.: Pina Bausch, Elke Heidenreich, Heinz Mack, Jürgen Klauke, Ulrich Rückriem, Gottfried Böhm, Hans- Dieter Hüsch
1994 Ehrendoktorwürde als Doctor of Fine Arts h. c. der University of Maryland
1996 Sculpture Prize der American Academy of Arts and Letters, New York
Preisträger der bildenden Kunst der Kulturstiftung Dortmund
2003 Joan-Miro-Medaille der UNESCO; Leonardo-da Vinci-Weltkunstpreis des Consejo Cultural Mundial, Mexico City
 Zitate von Otto Piene
„Ich interessiere mich für Naturkräfte und dafür, wie Naturkräfte sich mit technischen und technologischen Kräften begegnen, wie sie sich gegenseitig stützen und versöhnen können und wie man mit technischen Mitteln Naturkräfte evozieren kann, die sich sonst nicht zeigen.“ Otto Piene, Selbstdarstellung, 1972, zitiert nach: Otto Piene, Solo, Hallo 6 – Galerie Christine Hölz, S. 56
 Zitate über Otto Piene
„Mit seinen Rauch- und Feuer bildern, den Wind- und Luftplastiken habe der in Düsseldorf und Boston lebende Künstler vom Rheinland aus die internationale Kunstszene nachhaltig geprägt.“ (Das Kunstmagazin)
„Piene zählt zu den Pionieren der Nachkriegszeit“ (Das Kunstmagazin)
 Werke und Ausstellungen
1959, 1964 und 1977 Teilnehmer der documenta in Kassel Info documenta: Ist die weltweit wichtigste Ausstellung aktueller zeitgenössischer Kunst; begründet 1955 findet sie alle 5 Jahre statt; nächste documenta 9. Juni bis 16. September 2012 (Nr. 13).
Pienes Werke finden sich in ca. 200 Museen und öffentlichen Sammlungen weltweit, darunter u. a. im Museum of Modern Art in New York.

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