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„Ich erreiche die Welt nicht, indem ich sie abbilde, sondern stelle Bilder in die Welt und konfrontiere und bereichere sie damit.“
Zitat von Günther Uecker

Werk: Splitter 3 und 4
Günther Uecker: Vitae
Auszeichnungen / Preise
Zitate von Günther Uecker
Zitate über Günther Uecker
Werke und Ausstellungen
 
Günther Uecker





Günther Uecker
 

Werk: Splitter 3 und 4

Günther Uecker, Splitter 3Günther Uecker, Splitter 4

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Format je: 30 x 21cm

signiert & römisch nummeriert

Prägedruck auf handgeschöpftem Bütten mit 4-farbiger Farblithografie

Der Prägedruck oder Reliefdruck ist ein künstlerisches Tiefdruckverfahren, eine Variante der Radierung, bei dem eine Druckplatte starke Erhöhungen, Vertiefungen, Durchbrüche oder aufgelötetes Material besitzt, die sich als Relief in ein dickes, meist feuchtes Kupferdruckbütten einprägen. Ein Reliefdruck ohne Farbe wird als Blinddruck oder Gaufrage (nach dem Verfahren Gaufrieren) bezeichnet. Mit dem Prägedruck als druckgrafische Reproduktion seiner Bildideen gelang Uecker sein persönlichster Beitrag zum druckgrafischen Spektrum der neuen Tendenzen in der künstlerischen Umbruchzeit um 1960.

Günther Uecker, Splitter, römisch numeriert römische Nummerierung

Günther Uecker, Splitter, SignaturSignatur Günther Uecker


Werkgeschichte

Die rhythmischen Formationen der (bekannten) Nagelprägungen werden durch die Farbfelder der Lithografie teils aufgehoben, teils verfremdet, teils neu „geordnet“.

Die „Splitter-Serie 1-4“ ist die einzige Auflage von Uecker bei der ein Prägedruck mit einer farbigen Lithografie kombiniert wird.

Die Auflage von jeweils 25 Exemplaren der Serien Splitter 3 & 4 stehen mit der römischen Nummerierung in Kürze bei einem unserer Partner zur Verfügung.

Günther Uecker: Vitae

1930 Geboren in Wendorf/Mecklenburg

1949-1953 Studium der Malerei an der Fachschule für Angewandte Kunst in Wismar und an der Kunstakademie Berlin–Weißensee

1955-1957 Studium an der Kunstakademie Düsseldorf bei Otto Pankok

1957 Lernt Yves Klein, Heinz Mack und Otto Piene kennen, erste Nagelbilder

ab 1961 Mitglied der Gruppe ZERO (bis 1966)
Info ZERO: ZERO wurde 1957 von Piene und Heinz Mack gegründet, 1961 stößt Günther Uecker dazu. Zahlreiche nationale und internationale Ausstellungen. ZERO endete 1966, letzte Ausstellung im Kunstmuseum Bonn mit Piene und Mack.
Zitat ZERO: „Es scheint heute nicht übertrieben, Zero als die letzte Avantgarde unseres Jahrhunderts zu bezeichnen, wenn davon
auszugehen ist, dass ein ‚Stoßtrupp’ als Künstlergemeinschaft antritt, die bis dato vorherrschenden Stile und Konzeptionen zu revolutionieren.“ Anette Kuhn, ZERO – Eine Europäische Avantgarde, in: ZERO aus Deutschland 1957 – 1966.
Und heute. Katalog der großen Retrospektive, Hatje Cantz Verlag Ostfildern 2000, Seite 44.

1962 Erste Übernagelungen von Gebrauchsgegenständen

1976 – 1995 Professur an der Kunstakademie Düsseldorf

1977 Wandrelief für die UNO in Genf

1985 Gastprofessur an der Internationalen Sommerakademie Salzburg

1998 Gestaltung des Andachtsraumes für den Deutschen Bundestag im Reichstagsgebäude Berlin

Günther Uecker arbeitet auch für die Bühne, schuf Bühnenbilder u.a. 1976 für Richard Wagners Oper „Parsifal“ mit Götz Friedrich, Staatstheater Stuttgart, 1979 Wagners Oper „Lohengrin“ mit Götz Friedrich für die Festspiele Bayreuth

Uecker lebt und arbeitet in Düsseldorf und St. Gallen

Auszeichnungen / Preise

1964 Preis auf der Jungen Biennale in Paris

1971 Biennale in Sao Paulo, Kritikerpreis

1983 Verleihung des Kaiserrings der Stadt Goslar
Info Kaiserring: Der Kaiserring der Stadt Goslar ist einer der wichtigsten ideellen Kunstpreise von internationaler Bedeutung. Weitere Träger waren u.a. bereits der Bildhauer Henry Moore (1. Träger des Goslarer Kaiserrings), Max Ernst, Georg Baselitz, Beuys, Christo, Jörg Immendorff.

1985 Bundesverdienstkreuz 1. Klasse „für die eigenständige Entwicklung eines künstlerischen Ausdrucks, der im In- und Ausland Anerkennung gefunden hat“

2000 Aufnahme in den Orden „Pour le mérite“ für Wissenschaft und Künste
Info „Pour le merite“: Der „Pour le Mérite“ geht auf den preußischen König Friedrich II. „Der Große“ zurück, der den Hoforden „De la Générosité“

1740 in einen reinen Verdienstorden umwandelte. Angeregt durch Alexander von Humboldt, stiftete Friedrich Wilhelm IV. 1842 eine Friedensklasse des Ordens für die drei Abteilungen Geisteswissenschaften, Naturwissenschaften und Medizin, Schöne Künste. 1952 wurde der Orden von Theodor Heuss wiederbelebt. Der Orden besitzt in der Bundesrepublik Deutschland und darüber hinaus ein hohes Prestige. Derzeit gehören ihm 35 deutsche und 31 ausländische Mitglieder an, darunter 13 Nobelpreisträger. Zu den Ordensträgern zählen auch Pina Bausch, Hans Magnus Enzensberger, Martin Walser, Wim Wenders oder z.B. Umberto Eco.

2005 Verleihung des BZ-Kulturpreises 2005, Berlin

Zitate von Günther Uecker

„Ich mache Aggressionen sichtbar und wandle sie poetisch um.“

„Ich erreiche die Welt nicht, indem ich sie abbilde, sondern stelle Bilder in die Welt und konfrontiere und bereichere sie damit.“

Zitate über Günther Uecker

„Ideenverwirklicher“ wurde Uecker von Dieter Honisch genannt, (langjähriger Direktor der Neuen Nationalgalerie, Berlin).

„Früher ‚Einzelgänger mit hohem Aggressionspotential’, heute ein Klassiker deutscher Nachkriegskunst“, Die Welt online, 11.03.2005

„Günther Uecker hat ein Werk geschaffen, das für die Kunsthistoriker seit seinen ersten internationalen Erfolgen mit der Gruppe ZERO zur Kunstgeschichte gehört und dabei höchst lebendig in der Welt unterwegs ist.“ Christina Baylow, in: Die Zeit Nr. 52, vom 17.12. 2008

Werke und Ausstellungen

Das Gesamtwerk umfasst disziplinübergreifend Malerei, Objektkunst, Installationen, aber auch Bühnenbilder und Filme.
Seit 1966 setzt Uecker als Hauptgestaltungsmittel die Nägel ein. (
www.art-director.de)

Seit 1960 Einzelausstellungen in Deutschland sowie in Frankreich, den USA, der UdSSR/Russland, China, Italien, Brasilien, England, Österreich, Tschechien, Japan, der Schweiz, Belgien, Irland, den Niederlanden, Dänemark, Ungarn

1964, 1968 und 1977 Teilnehmer der documenta in Kassel
Info documenta: Ist die weltweit wichtigste Ausstellung aktueller zeitgenössischer Kunst; begründet 1955 findet sie alle 5 Jahre statt;
nächste documenta 9. Juni bis 16. September 2012 (Nr. 13).

1988 größte retrospektive Ausstellung im Zentralen Künstlerhaus am Krimwall in Moskau mit 820 Werken
Werke finden sich u. a. im Museum of Modern Arts New York, Brüsseler Musée des Beaux Arts, Stuttgarter Staatsgalerie, Kunsthalle Hamburg

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